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Wenn man im Gesundheitsbereich arbeitet, gibt es immer wieder Erlebnisse,
auf die man sehr gut verzichten könnte.
Brisco
war ein 9jähriger Maine Coon Kater. Er wurde mir Anfang 2008 vorgestellt.
Damals litt er unter Harngries und einer hartnäckigen Blasenentzündung. Trotz Antibiotika wollte
die Blasenentzündung nicht abheilen und die Tierklinik riet aufgrund der vielen Probleme zu
einer Penisamputation. Dank der Gabe einiger homöopathischer Mittel bekamen
wir die Blasenentzündung nach einigen Tagen in den Griff. Gegen den Harngries erhielt Brisco Spezialfutter. Der Kater lebte regelrecht auf. Er
spielte wieder und zeigte die gewohnte Lebensfreude. Urinuntersuchungen
zeigten uns, dass Brisco nicht mehr an Harngries litt und auch die
Blasenentzündung vollständig ausgeheilt war.
Nach
ca. 6 Monaten bat mich die Besitzerin darum, vorsorglich den Urin erneut zu
untersuchen. Wir vereinbarten einen Termin. Dem Kater ging es zu diesem
Zeitpunkt immer noch sehr gut. Kurz bevor der Termin stattfinden sollte,
rief mich die Besitzerin an und schilderte mir, dass Brisco plötzlich wieder
Probleme beim Harnlassen hätte. Sie musste erneut in eine Tierklinik um dort
einen Katheter setzen zu lassen. Leider war die Harnröhre trotz
Spezialfutter diesmal dermaßen verstopft, dass noch am selben Abend operiert
werden musste. Dann geschah das Unfassbare. Brisco verstarb völlig
unerwartet in Folge der Operation an Organversagen.
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